Mutmacher am Mittwoch in der Passionszeit

Von Aschermittwoch bis zum Mittwoch nach Ostern möchten wir Ihnen jede Woche Mut machen.

Hier finden Sie immer mittwochs Anregungen für eine kleine Andacht zu Hause.

Wir freuen uns, wenn Sie sich daheim eine kleine Auszeit nehmen, eine Zeit für Stille, für sich selbst und für Gott.

Die Impulse sollen uns verbinden über Abstände und Kontaktbeschränkungen hinweg. Es tut gut zu wissen, dass andere Gemeindeglieder sich zur gleichen Zeit Mut machen lassen. So sind wir unsichtbar durch Gottes guten Geist verbunden.

Mutmacher am 3. März 2021

© Uta Knauss

(Sie finden den Text im Anschluss oder Sie können ihn auch gerne unter diesem Download doppelseitig ausdrucken und einmal in der Mitte falten. Die erste Seite ist die mit dem Bild.)

 

Hinführung

Ich suche mir einen guten Ort, wo ich mir heute Zeit nehmen kann für den Mutmacher am Mittwoch.

Wo fühle ich mich wohl? Wo bin ich eine Zeitlang ungestört? Ich öffne mich für Gottes Gegenwart.

 

Anzünden einer Kerze

 

Gebet

Schweigen möchte ich,

damit ich verstehe,

was in deiner Welt geschieht.

Schweigen möchte ich,

damit ich den Dingen nahe bin,

allen deinen Geschöpfen,

und ihre Stimme höre.

Schweigen möchte ich,

damit ich lerne, dein und mein Wort zu unterscheiden.

Ich möchte schweigen,

damit ich unter den vielen Stimmen

die Deine erkenne.

Ich möchte schweigen und darüber staunen,

dass du ein Wort für mich hast.

                                                                             nach Jörg Zink

 

Schriftwort: Psalm 37, 5

Befiehl dem Herrn deine Wege

und hoffe auf ihn.

Er wird’s wohl machen.

 

Besinnung

Ich lese den folgenden Liedtext von Paul Gerhardt langsam, Stück für Stück, und lasse ihn auf mich wirken.

 

Befiehl du deine Wege

und was dein Herze kränkt

der allertreusten Pflege

des, der den Himmel lenkt.

Der Wolken, Luft und Winden

gibt Wege, Lauf und Bahn,

der wird auch Wege finden,

da dein Fuß gehen kann.

 

Dem Herren musst du trauen,

wenn dir’s soll wohlergehn;

auf sein Werk musst du schauen,

wenn dein Werk soll bestehn.

Mit Sorgen und mit Grämen

und mit selbsteigner Pein

lässt Gott sich gar nichts nehmen,

es muss erbeten sein.

                                                              EG 361, Strophe 1 und 2

 

Gebet

Auf dem Weg bin ich, mein Gott, von Kindheit an.

Du hast mich begleitet.

Vom ersten Schritt an hast du mich gehalten.

Wenn ich zu stürzen drohte,

hast du mich aufgerichtet 

und mir immer wieder die Richtung gewiesen.

Über Höhen hast du mich geführt

und auch in den Tiefen nicht allein gelassen.

Immer habe ich mich auf dich verlassen können.

Gott, ich danke dir für dein Geleit

durch alle Zeit hindurch,

und bitte dich,

sei auch weiter mit mir auf dem Weg

und führe mich auf gutem Weg.

                                                                                   Jan Probst

Vaterunser

 

Impuls für die kommende Woche

In den nächsten Tagen gehe ich meine Wege bewusst. Ich versuche, beim Unter-Wegs-Sein ganz präsent zu sein. Wenn meine Gedanken in andere Richtungen wandern, hole ich sie liebevoll auf den Weg zurück.